Der Ingenieur

Das hier ist die unglaubliche Geschichte wie ich zu meinem Spitznamen kam. Von Anfang an hatten wir in Bensheim das Problem, zwei „Rafaels“ zu haben. Diese Problematik sollte sich aber in einer Gruppenstunde schlagartig lösen.

Wir hatten das Projekt Segelflugzeugbau begonnen. Meine Aufgabe bestand darin, die Flügel aus Balsaholz gefühlvoll zu schleifen. Sicherheitshalber fragte ich den Chief, wie lange ich denn schleifen solle. Der sagte mir, er würde mir Bescheid sagen, wenn ich damit fertig sei. Gemütlich ging er aufs Klo, verrichtete einige Geschäfte, bestellte eine Pizza fürs Mittagessen und tat einige anderen Dinge. Den Befehl meines Chiefs treu und bedenkenlos folgend, schliff ich immer weiter. Als fast nichts mehr von der Tragfläche übrig war, kam der Chief endlich herbei und stellte das Ausmaß der Katastrophe fest. Sprüche wie „du kleiner Katastrophen Ingenieur“ oder „dem Ingenieur ist nichts zu schwör“ oder „Inschi da Vinci“ machten die Runde. Unter enormen Gelächter der Anwesenden wurde ich dann auf Inschi (oder Ingi) getauft.